1822direkt Tagesgeld – Zinssenkung zum Jahresende

1822direkt senkt die Zinsen für TagesgeldMit Wirkung zum 19.12.2014 senkt die 1822direkt die Zinsen für Tagesgeld Neukunden um 20 Basispunkte. Neukunden erhalten dann 1,10% Zinsen gerechnet auf das Jahr. Das gilt für Einlagen bis 50.000,- Euro. Das Angebot bietet dabei eine Zinsgarantie bis zum 02.04.2015.

Für höhere Beträge gewährt die 1822direkt ihren Kunden geringere Zinssätze, wie der folgenden Tabelle zu entnehmen ist. Der Zinssatz für Bestandskunden ist variabel und liegt aktuell bei 0,70% p.a. Für Beträge ab 100.000 Euro gelten auch für Bestandskunden niedrigere Zinsen.

Anlagebetrag Zinssatz für Neukunden
ab 50.000 Euro 0,70% p.a.
ab 100.000 Euro 0,50% p.a.
ab 500.000 Euro 0,10% p.a.

Das Tagesgeld der 1822direktim Überblick

  • Neukunden: 1,10% Zinsen p.a. mit Zinsgarantie bis 04.05.2015
  • Anlagehöhe: bis 50.000,- Euro
  • Zinsgutschrift: jährlich
  • Verfügbarkeittäglich
  • Mindesteinlagekeine
  • Kontoführung: kostenlos
  • Einlagensicherung: Haftungsverbund der Sparkassen-Finanzgruppe

Das Tagesgeld der 1822direkt im Detail

Das Tagesgeld im Detail!Die 1822direkt hat dauerhaft ein Neukunden-Angebot im Programm und positioniert sich damit langfristig im oberen Bereich der Vergleichslisten für Tagesgeldkonten. Als Neukunde gilt, wer zuvor noch kein Konto bei der 1822direkt oder der Frankfurter Sparkasse geführt hat. Klingt ziemlich logisch, wer den Markt allerdings schon eingehender beobachtet hat, wird feststellen, dass die Mitbewerber der 1822direkt einen Kunden, der sein Konto gekündigt hat, schon nach Ablauf eines Jahres wieder als Neukunde akzeptiert. Hier kann der Bonus wirklich nur einmalig in Anspruch genommen werden.

Die Zinssenkung der 1822direkt beträgt diesmal 20 Basispunkte, dafür wurde aber die Anlagehöhe für den Top-Zins wieder von 25.000,-  Euro auf 50.000,- Euro erhöht. Allerdings verliert das Tagesgeld der 1822direkt durch die Zinssenkung einige Plätze in der Vergleichstabelle.

Das Tagesgeldkonto ist als durchaus solide zu bewerten. Die kostenlose Kontoführung und die tägliche Verfügbarkeit der Einlagen ist zwar marktüblich, aber natürlich auch ein Grund, warum Tagesgeld von den Sparern so geschätzt wird. Pluspunkte sammelt dieses Konto durch die Tatsache, dass keine Mindestanlagesumme verlangt wird und nicht zuletzt aufgrund der soliden Einlagensicherung durch den Haftungsverbund der Sparkassen-Finanzgruppe. Die Zinsgarantie ist in Zeiten beharrlich sinkender Zinsen ebenfalls ein Pluspunkt.

Das Angebot im Bankenvergleich

Sinkende Zinsen sind in diesem Jahr zur Gewohnheit geworden. Die Niedrigzinspolitik der EZB drückt die Zinsen beharrlich nach unten. Mit Tagesgeld kann der Sparer aktuell maximal 1,50% Zinsen gerechnet auf das Jahr erwirtschaften. Das Angebot kommt von der PSA-Direktbank. Platz 2 teilen sich Ende Dezember 2014 die Sberbank und Wüstenrot mit 1,30% Zinsen. In diesem schwierigen Umfeld zeigen sich die Zinsen noch relativ stabil und es gab wenige Zinssenkungen. Durch den Neustart der PSA-Direktbank und auch der Sberbank – vor einiger Zeit –  wird diese Tendenz gestützt. Insgesamt ist das Zinsniveau allerdings niedrig und eine Besserung der Lage nicht in Sicht. In den vergangenen Monaten belegten immer die Angebote mit einer Zinsgarantie die oberen Plätze im Vergleich. Aktuell positionieren sich Tagesgeldkonten an der Spitze, die allen Sparern den gleichen Zinssatz bieten.

Inflation  – ein lachendes und ein weinendes Auge

Durch die Inflation entsteht dem Anleger ein Kaufkraftverlust.Nach wie vor ist die Inflation in Deutschland und auch in der Eurozone sehr niedrig und sinkt immer weiter nach unten. In Deutschland wird die Inflation für November mit 0,60% angegeben. Für Europa mit lediglich 0,30%. Tendenz sinkend! Das wirkt sich positiv auf die Rendite der Sparer aus, weil der Kaufkraftverlust gering ist. Diese Betrachtungsweise hat aber leider einen Haken. Solange die Inflation – im Sinne der EZB – zu niedrig ist, wird sie den Geldhahn weiter aufdrehen. Das billige Geld der Notenbank wird dabei weiter auf die Zinsen drücken. Allmählich steigende Preise und ein wirtschaftlicher Aufschwung sind deshalb auch für Sparer wünschenswert, auch wenn das einen höheren Kaufkraftverlust mit sich bringt.
Bisher hat die Geldpolitik der EZB nicht den gewünschten Effekt gezeigt und die Schlagzeile: „Der Druck auf die EZB wächst“, ist deshalb eigentlich vor jedem Leitzinsentscheid in diesem Jahr eine passende Überschrift gewesen. Europa ist mit der Bewältigung von alten und neuen Krisen beschäftigt und die Anforderungen der einzelnen Länder der Eurozone unterscheiden sich stark. Das macht eine einheitliche Geldpolitik schwierig. An Kritik mangelt es deshalb nicht und gerade die „deutsche Sicht“ auf die Geldpolitik unterscheidet sich stark von der des aktuellen Präsidenten der Europäischen Zentralbank. Diesen Konflikt und die unkonventionellen Maßnahmen der EZB, wie etwa mögliche Staatsanleihenkäufe, werden wir Anfang 2015 im Blick haben. Billiges Notenbankgeld wird den Sparer noch eine Weile beschäftigen!

Informationen zur 1822direkt

Hauptstelle der Frankfurter SparkasseDie 1822direkt ist eine 100%ige Tochter der Frankfurter Sparkasse. Sie ist seit 1996 auf dem Markt. Seit 2005 gehört sie aufgrund der Übernahme der Muttergesellschaft zum Konzern der Landesbank Hessen-Thüringen. Über Telefon und Internet vermarktet die 1822direkt zahlreiche Finanzprodukte. Dazu zählen neben Sparprodukten auch ein Girokonto (» zum Produkt-Check) oder Kredite.

Bildquelle:

© Les Cunliffe – Fotolia.com; © M. Schuppich – Fotolia.com; © Frankfurter Sparkasse;

Hier schreibt Thomas Gödert

Online-Redakteur Finanzen. Arbeitet seit 2012 bei BergMedia.net. Thomas Gödert ist auch auf Google+ und Twitter aktiv.
Kategorie: Tagesgeld

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