Digitaler Flohmarkt 
Ausmisten und ein wenig extra Geld verdienen!

FlohmarktJeder von uns hortet zu Hause Gegenstände, die eigentlich nicht mehr gebraucht werden. Entweder haben wir sie durch Neuere ersetzt oder wir haben einfach keine Zeit uns weiter diesem Hobby zu widmen. Je länger der Kram unnütz rumliegt, desto weniger ist er wert und um so mehr fehlt der Platz für Neues. Hier ein paar Tipps, wie wir schnell Platz schaffen und dabei noch Geld verdienen können.

Die Kasse ist leer, aber Schränke, Speicher und der Keller sind voll mit Plunder?

Es ist oft noch gar nicht so lange her, da gab es einen guten Grund „dieses Ding“ zu kaufen. Jetzt liegt es im Schrank, auf dem Speicher oder im Keller und niemand interessiert sich dafür. Dieses Schicksal teilen sich viele Dinge! Ein Blick in und auf meinen Schrank im Büro offenbart eine Drohne, die bisher nur drei Mal fliegen durfte, eine Gitarre und zwei Waffeleisen aus Gusseisen.

Wer sein Sparschwein liebt - kümmert sich!Damit könnte man auf einem Lagerfeuer sehr leckere belgische Waffeln backen, während jemand dazu auf der Gitarre spielt und die ganze Szenerie könnte ein anderer mit der HD-Kamera der Drohne aufzeichnen, um das ganze dann auf YouTube hochzuladen. Daraus wird aber nix! „Könnte man“, beschreibt das Schicksal der meisten Gegenstände, die sich da auf den Speichern, in Kellern und in Schränken sammeln. Es lohnt nicht, sich darüber zu ärgern oder lange darüber zu sinnieren, warum wir keine Zeit mehr finden Gitarre zu üben, mit der Drohne zu fliegen oder warum die Waffeln, die mit dem Eisen gebacken wurden immer schwarz wie die Nacht waren und nach Kohle schmeckten.

Aber es kann sich lohnen den Kram los zu werden, solange er noch was wert ist und damit er nicht von anderen Dingen zerquetscht wird, die auch noch in den Schrank müssen, wenn Besuch kommt.

Wer sich schlecht von Dingen trennen kann, sollte sich mal fragen, wieso der besagte Gegenstand einen so hohen Wert darstellt. Meist ist es sicher keine emotionale Geschichte, sondern einfach die Tatsache, dass der Gebrauchswert des Gegenstands noch immer zu hoch ist, um das Ding einfach wegzuschmeißen. Das sehen andere bestimmt auch so und wären zudem bereit für den Gegenstand sogar noch Geld zu zahlen. Das schafft Platz im Schrank, füllt das Portemonnaie und macht unsere Mitmenschen glücklich. Na, schon in Verkaufslaune?

Was man drei Jahre nicht in der Hand gehabt hat, kann weg!

Wenn Sie zu den Menschen gehören, die sich nur schwer von alten Dingen trennen können, dann probieren Sie doch mal folgenden Trick aus: Besorgen Sie sich kleine Aufkleber und wenn Sie dann einen Gegenstand in den Händen halten, den sie schon ewig nicht mehr benutzt haben, aber trotzdem nicht weggeben möchten, dann schreiben Sie ein Datum auf den Zettel, das ein Jahr oder ein halbes Jahr in der Zukunft liegt. Außerdem schreiben Sie die Anweisung darauf: „Verkaufe mich spätestens ab dem …“ und kleben dann den Zettel drauf. Wenn Sie den Gegenstand später noch mal in die Hand nehmen, fällt es Ihnen bestimmt leichter sich zu trennen.

Die digitale Transformation macht nicht nur den traditionellen Banken zu schaffen, sondern auch der Flohmarkt bekommt Konkurrenz. Hier zeigen wir drei Beispiele, welche Alternativen es zum traditionellen Flohmarkt heute gibt. 

3 Tipps um „alte Sachen“ einfach, schnell und lukrativ zu verkaufen

Facebook

Unser Tipp!Unser erster Tipp, um sich schnell und einfach von Dingen zu trennen, die wir nicht mehr brauchen, ist Facebook. Wer nicht viel Geld rausschlagen möchte, kann natürlich erst mal den Freundes- und Bekanntenkreis kontaktieren und nachfragen, ob jemand den gesagten Gegenstand noch gebrauchen kann.

Wer mehr Menschen erreichen will, der muss nur die Suchfunktion von Facebook bemühen. Mit Begriffen wie: Flohmarkt / Marktplatz / Tauschbörse / Kleinanzeigen / verkaufen / verschenken / tauschen und das dann noch in Kombination mit einem Ort oder einer Stadt oder der Region, fördert zahlreiche Gruppen zutage, auf denen Nutzer nach Schnäppchen suchen oder etwas verkaufen können.

Oft ist es hilfreich einen Oberbegriff einzutippen, wie etwa: „Baby und Kinderflohmarkt“ oder „Hunde Marktplatz“, dann kann der Verkäufer gleich die passende Zielgruppe ansprechen. Wenn mehrere Gruppen gefunden werden, kann man das Angebot gleich in mehreren Gruppen platzieren.

Spielzeug vom FlohmarktFacebook bietet die Möglichkeit offene und geschlossenen Gruppen anzulegen. In beiden Gruppen muss man sich erst anmelden, um etwas verkaufen zu können. In den offenen Gruppen darf aber jeder sofort die Angebote einsehen. In den geschlossenen Gruppen müssen Nutzer warten, bis sie freigeschaltet wurden. Leider findet sich in den Gruppen auch viel SPAM und wenn die Administratoren sich nicht kümmern, geht das Verkaufsangebot in der Masse unnützer Beiträge unter.

In Gruppen finden wir meistens auch Regeln, wie ein so ein Verkaufsangebot auszusehen hat. Da ist geregelt, was erwünscht ist und was nicht. Daran sollte man sich möglichst halten, denn sonst werden die Angebote auch mal gelöscht.

Wer sich dann einmal ansieht, wie viele Nutzer in der Gruppe sind, wird staunen! Da sind oft mehrere Tausend Nutzer, die eine Nachricht erhalten. Wie auf den alten Flohmärkten treiben sich hier natürlich auch altgediente Profis herum, die viel Zeit investieren, jedes Schnäppchen schnell ausfindig machen und für sich an Land ziehen wollen. Das ist gut für die Verkäufer, denn so gehen gute Sachen schnell über die Theke. Für diejenigen die Suchen, heißt es aber schnell zugreifen, denn sonst hat jemand Anderes den fetten Wurm geschnappt.

Wer etwas verkaufen möchte, muss die entsprechende Seite aufsuchen und wer der Gruppe beigetreten ist, findet dort einen Knopf mit der Aufschrift: „Etwas verkaufen“. Das geht sehr einfach und schnell!

eBay Kleinanzeigen

Auch eBay-Kleinanzeigen sind für den privaten Gebrauch kostenlos. Der Nutzer muss sich registrieren und kann dann einfach und schnell seine Angebote online stellen. Im Unterschied zu Facebook gibt es hier eine Eingabemaske, durch die sich der Verkäufer durchklicken kann. Für eBay-Kleinanzeigen gibt es mobile Apps, damit der Verkäufer auch unterwegs auf Anfragen reagieren und seine Verkäufe mobil erledigen kann.

Der Vorteil des Dienstes ist die Suchfunktion, um gezielt bestimmte Produkte zu finden und die Tatsache, dass die Gegenstände schon Kategorien zugeordnet werden. Der spezialisierte Dienst macht es Käufern und Verkäufern damit einfacher zusammenzufinden. Somit haben Angebote auch länger die Chance einen Käufer zu finden, während es sich bei Facebook kaum jemand die Mühe macht die älteren Beiträge zu sichten. Ein weiterer Vorteil ist sicher auch die enorme Menge der registrierten Nutzer, die man hier erreichen kann. Wer lediglich einige alte DVDs loswerden will, für den ist Facebook sicher eine gute Wahl. Wer wertvollere Gegenstände anbietet, für die Käufer gerne Geld ausgeben und dafür auch höhere Versandkosten oder sogar eine weite Anreise in Kauf nehmen würden, trifft mit eBay-Kleinanzeigen sicher die bessere Wahl.

Flohmarkt App  – Shpock & Co

Das Smartphone als GeldbörseEine Alternative zu Facebook oder den Kleinanzeigen sind Flohmarkt Apps. Auch hier gibt es mehrere konkurrierende Angebote. Shpock und letgo haben im Playstore jeweils 10 Millionen Downloads. Das ist schon mal beachtlich, auch wenn sich daraus noch keine Zahlen zu den aktiven Nutzern ableiten lassen.

Bei den Apps läuft das Verkaufen ähnlich wie bei den eBay-Kleinanzeigen und der Dienst ist auch für Verkäufer kostenlos. Bei Shpock ermittelt die Anwendung den eigenen Standort und zeigt dann, welche Sachen in der Umgebung angeboten werden. Die App überzeugt sicher mit dem zeitgemäßen und ansprechenden Design. Kritik gab es hier für die Möglichkeiten bei der Einstellung der Artikel. So gibt es zum Beisoiel Begrenzungen bei der Länge des Titels und der Beschreibung. Andererseits macht es Spaß zu sehen, was eine Stadt so alles im Angebot hat, wenn man hindurchschlendert oder in einem Café sitzt und dann nachsieht, was es so gibt. Die Umgebung wird somit zum Flohmarkt und dieses Erlebnis macht Spaß und ist sicher eine Stärke von Shpock.

Allgemeine Tipps zum erfolgreichen Verkauf bei fb, ebay und Flohmarkt Apps

  • gute Bilder anfertigen, die auch Details zeigen
  • Produktart und genaue Bezeichnung im Titel der Anzeige unterbringen
  • eine ordentliche Beschreibung des Zustands der Ware beifügen
  • Preis nicht zu niedrig angeben! Was nichts wert ist, will keiner haben!
  • vorher Preise checken/ gilt für Käufer und Verkäufer

Wer etwas über die Plattformen verkaufen möchte, sollte sich ein wenig Mühe machen und dem Angebot eine ansprechende Beschreibung und gute und aussagekräftige Bilder beifügen. Dabei ist es hilfreich, sich einfach mal ein paar Beiträge anzusehen und zu schauen, was man selbst gut findet. Wer dem Gegenstand eine genaue Typenbezeichnung beifügt, spart sich Zeit, die man sonst mit der Beantwortung von Fragen verbringen darf! Ein bisschen Werbesprache kann auch nicht schaden. „Fast wie neu!“ oder „Damit hatte ich viel Spaß!“ oder „Das hat mir gute Dienste geleistet!“ wirkt Wunder.

Die Möglichkeiten, seine alten Sachen lukrativ unters Volk zu bringen, sind heute viel einfacher und mit weniger Aufwand verbunden, als früher. Wer knapp bei Kasse ist oder wenig Platz übrig hat, kann das zu seinem Vorteil nutzen.

Bildquelle:

geralt – pixabay.com; © Peter Atkins – Fotolia.com; jemzo – pixabay.com © moneyrender – Fotolia.com;

Hier schreibt Thomas Gödert

Online-Redakteur Finanzen. Arbeitet seit 2012 bei BergMedia.net. Thomas Gödert ist auch auf Google+ und Twitter aktiv.
Kategorie: Girokonto

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