Crédit Agricole reagiert auf die Mitbewerber und senkt die Zinsen

Die Zinsen sinken und scmälern die RenditeMit Wirkung zum 11.07.2014 passt nun auch die französische Crédit Agricole Bank die Festgeldzinsen an die Marksituation an. In den vergangenen Wochen haben zahlreiche Mitbewerber die Zinsen für Tagesgeld und Festgeld gesenkt und das Zinsniveau ist deutlich eingebrochen.

Meldungen über Zinssenkungen haben wir derzeit fast täglich im Postfach. Einige davon betreffen Angebote außerhalb der TOP-Platzierungen und spielen für Neukunden deshalb keine allzu große Rolle. Bei den Festgeldangeboten sind die Senkungen jetzt aber auch bei den Spitzenanbietern angekommen. Erst gestern senkte Klarna die Zinsen für alle Laufzeiten. Zum Teil um 30 Prozentpunkte. Das war eine ordentliche Senkung! Die Zinsschritte der Banken waren in der Vergangenheit häufiger aber eher in kleinen Schritten vollzogen worden. Bei den kürzeren Laufzeiten senkt die Crédit Agricole diesmal um 15 Prozentpunkte. Die kürzeren Laufzeiten sind bei Festgeldsparern aktuell sehr gefragt. Niemand möchte die sehr niedrigen Zinsen für zu lange Zeit festschreiben. Mit der Zinssenkung überlässt die Bank den Spitzenplatz den Mitbewerbern. Ob das eine Momentaufnahme ist, oder ob noch weitere Anbieter auf die veränderte Marktsituation reagieren werden, ist noch nicht bekannt.

Die Konditionen zum Festgeld der Crédit Agricole Bank im Überblick

  • Zinssatz: 1,50% p.a. bis 2,30% p.a.
  • Zinsgutschrift: jährlich
  • Laufzeiten: 12 bis 84 Monate
  • Mindestanlage: 5.000,- Euro
  • Maximalanlage: 500.000,- Euro
  • Kontoführung: kostenlos
  • Sicherheit: französischer Sicherungsfonds – 100.000,- Euro pro Sparer

Zinsstaffel

Laufzeiten neuer Zinssatz alter Zinssatz
12 Monate 1,50% p.a. 1,65% p.a.
24 Monate 1,70% p.a.
1,85% p.a.
36 Monate 1,92% p.a. 2,10% p.a.
48 Monate 2,10% p.a. 2,30% p.a.
60 Monate 2,20% p.a. 2,40% p.a.
72 Monate 2,25% p.a. 2,45% p.a.
84 Monate 2,30% p.a. 2,50% p.a.

Die Europäische Zentralbank ist immer noch im Modus der Krisenbewältigung

Leitzinsentscheid - Europäische ZentralbankInsgesamt sieht die Zentralbank (EZB) die Finanz- und Staatsschuldenkrise als Teil der Vergangenheit an. Aber die negativen Folgen müssen noch abgearbeitet werden. Die Wirtschaftsentwicklung, vor allem in den Südländern der Eurozone, ist von der Krise gezeichnet. Hohe Arbeitslosigkeit, die fehlende Bereitschaft der Banken Geld an Unternehmen zu vergeben und die sehr niedrige Inflation bereiten den Notenbankern Sorgen. Deshalb wird alles unternommen, durch geldpolitische Maßnahmen die Eurozone wieder auf Kurs zu bringen. Lachs gesprochen bedeutet das, dass die Zentralbank den Geldhahn aufdreht, in der Hoffnung, dass das Geld in Investitionen fließt und ein ordentliches Wachstum hervorbringt. Das gelingt aber eher schlecht. Deshalb müssen Banken, die überschüssige Liquidität bei der Zentralbank parken seit Juni 2014 einen „Strafzins“ zahlen. Die Leitzinssenkung im Juni 2014 hat mittlerweile dazu geführt, dass die Zinsen für Sparprodukte gerade noch mal deutlich eingebrochen sind. Der Sparer zahlt die Zeche! Einmal als Steuerzahler, aber auch, weil er sein Erspartes aufgrund der Mini-Zinsen von der Inflation aufgefressen wird. Innerhalb der EZB ist man bemüht zu betonen, dass der Sparer durch die Maßnahmen der Zentralbank nicht „enteignet“ wird. Preisstabilität und eine funktionierende Wirtschaft seien im Interesse Aller und an anderer Stelle wurde festgestellt, dass die Zentralbank die Wirtschaft steuert und nicht für die Sparzinsen verantwortlich ist. Ursache, Wirkung und Verantwortung sind in komplexen Systemen sicher nicht leicht zu durchschauen, Steuerzahler und Sparer tauchen in der Liste der Verantwortlichen und Verursacher der Krisen jedoch nicht auf. Dass sich Sparer über die Verteilung der Lasten aufregen ist kaum verwunderlich!

Was kommt – steigende Inflation und niedrige Zinsen

Durch die Inflation entsteht dem Anleger ein Kaufkraftverlust.Sinkende Zinsen sind ein Problem für den Sparer. Ein weiteres Problem ist der Kaufkraftverlust durch die Inflation. Aktuell ist die Inflation sehr niedrig und der Kaufkraftverlust gering. Trotzdem hofft kaum ein Sparer jetzt mehr auf eine Rendite. Die Erwartungen mussten angepasst werden und deshalb ist das Ziel der Krisenzeit, den Inflationsausgleich so gut wie möglich zu bewerkstelligen. In Zukunft steht der Sparer vor dem Problem, dass die Inflation wieder steigt, die Zinsen aber noch niedrig bleiben. Das wird sicher so kommen und den Sparer noch mal einen Strich durch die langfristige Renditerechnung machen.

Das Münchner Ifo-Institut sagt für 2015 wegen des erwarteten Aufschwungs eine höhere Teuerungsrate voraus. Sie soll dann bei durchschnittlich 1,7 Prozent liegen, nach 1,1 Prozent im laufenden Jahr. „Hier spiegelt sich vor allem die Entwicklung der Arbeitskosten wider, die infolge der zunehmenden Auslastung der Produktionskapazitäten und der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns deutlich steigen dürften“, erklärte das Institut.reuters.com

Informationen zur Crédit Agricole Consumer Finance S.A.

Frankreich und DeutschlandDie Bank ist eine Tochtergesellschaft der französischen Bankengruppe Crédit Agricole. Diese hat ihren Sitz in Paris und die Rechtsform einer Aktiengesellschaft. Die Crédit Agricole zählt in Frankreich zu den größten Geschäftsbanken des Landes. Wie stark die Bank aufgestellt ist, lässt sich auch daran ablesen, dass sie in der Liste der systemrelevanten Banken des Finanzstabilitätsrats gelistet ist. Das ist eine internationale Organisation, die das globale Finanzsystem überwacht. Die Crédit Agricole ist in rund 23 Ländern vertreten und bietet ein breites Spektrum an Finanzprodukten und Dienstleistungen an.

Bildquelle:

© koya979 – Fotolia.com; © VRD – Fotolia.com; © M. Schuppich – Fotolia.com; © Nelos – Fotolia.com

Möchten Sie dieses Finanzprodukt online abschließen?

Mit einem * gekennzeichnete Links sind Werbelinks. Mit einem Klick auf das rechte Werbebanner gelangen Sie direkt zu der Produktseite der Bank. Dort finden Sie weitere Informationen und den Onlineantrag. Mit einem Abschluss über den Werbelink unterstützen Sie unsere Arbeit.

Hier schreibt Thomas Gödert

Online-Redakteur Finanzen. Arbeitet seit 2012 bei BergMedia.net. Thomas Gödert ist auch auf Google+ und Twitter aktiv.
Kategorie: Festgeld, Produkt-Check

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.