Die Festgeldzinsen bröckeln erneut!

Der putz bröckelt schon länger ab!Für den 23.05.2014 hat der Festgeld-Anbieter Klarna eine Zinssenkung für die Laufzeit von 12 Monaten angekündigt. Der Zinssatz sinkt um 10 Basispunkte auf 1,60% Zinsen gerechnet auf das Jahr. Die übrigen Laufzeiten bleiben unangetastet. Aktuelle Meldungen sprechen jetzt eher für weiter sinkende Zinsen.

Die letzte Zinssenkung von Klarna ist noch gar nicht so lange her. Für den 0.8.05.2014 hatte der Anbieter die Zinsen für die Laufzeit von 36 Monaten um 20 Basispunkte auf 2,00% p.a. gekürzt. Diesmal war die kürzere Laufzeit an der Reihe. Die VTB Direktbank, die Credit Agricole Bank und Klarna teilen sich aktuell beim Festgeld die oberen Plätze. Durch die jetzige Zinssenkung hat die Französische Credit Agricole Bank, für die Laufzeit von 12 Monaten, wieder den besten Platz im Vergleich.

Marktlage: Was ist jetzt … und was kommt…

analyseSpitzenplätze belegen die meisten Banken momentan doch eher unfreiwillig, denn nach oben stürmt aktuell keine der Banken und oft ist der Spitzenplatz einer Senkung der Mitbewerber geschuldet. Eine hohe Platzierung bedeutet auch viele Neukunden und der Bedarf an zusätzlichen Einlagen ist bei vielen Banken gedeckt. Zinssenkungen, auch wenn sie meist moderat ausfallen, sind immer noch die Regel und aufgrund der langen Zeitspanne, in der die Zinsen jetzt schon auf Talfahrt sind, haben diese ein sehr niedriges Niveau erreicht.

Der Lack ist bei Tagesgeld und Festgeld schon lange ab, jetzt bröckelt die gesamte Konstruktion!

Nun gut, solange der Stein, auf dem man sitzt, ein paar Risse aufweist oder das Auto, mit dem man fährt, ein paar Roststellen hat, ist das nicht weiter schlimm, solange der eigentliche Zweck, das Sitzen oder das Fahren, noch möglich ist. Aber genau hier liegt das Problem, denn der Zweck des Sparens liegt ja darin, am Ende mehr raus zuhaben als zu Beginn der Geldanlage. Die Inflation ist niedrig, soll aber mittelfristig wieder steigen, und schon jetzt ist mit Tagesgeld und Festgeld – mit kurzen Laufzeiten – kaum noch ein Ausgleich des Kaufkraftverlusts zu erreichen.

Kommt die nächste Leitzinssenkung oder der Negativzins im Juni?

Sparschwein mit Logo der EurozoneZum Leitzinsentscheid am 08.Mai 2014 hatten wir zwar noch keine steigenden Zinsen in Aussicht gestellt, doch der allgemeine Tenor in der Berichterstattung klang doch schon freundlicher. Die Krise sei vorbei und eine wirtschaftliche Erholung in Sicht.

Wenigstens die Sorgen über einen weiteren massiven Zinsrutsch sind damit aber vom Tisch!bankenvergleich.de im Mai 2014

Diese Aussage muss jetzt wohl revidiert werden. Deutlich macht das zum Beispiel ein Artikel vom 22.05.2014, der auf www.wallstreet-online.de zu finden ist. Der Autor, Sven Weisenhaus, schaut sich verschiedene Wirtschaftsbereiche genauer an und stellt fest, dass der Aufschwung im Baugewerbe ins Stocken gerät, dass die Industrieproduktion schwächelt und dass auf dem Arbeitsmarkt keine positiven Zahlen zu erwarten sind. Auch die altbekannten Sorgenkinder der Zentralbank, wie die schlechte Kreditvergabe und die sehr niedrige Inflation seien Anzeichen dafür, dass die Europäische Zentralbank die Geldpolitik noch einmal lockern werde.

Ja oder nein?Ohne den genannten Autor in eine dieser Kategorien einordnen zu wollen, kann man beobachten, dass Berichterstatter mit „Börsenklientel“ gerne mit Forderungen zu einer lockeren Geldpolitik bei der Hand sind! Drehen die Zentralbanken den Geldhahn auf, kommt das dem Kapitalmarkt zugute. In der Vergangenheit hat sich der Präsident der Europäischen Zentralbank von diesen Forderungen nicht aus der Reserve locken lassen und hatte auch immer gute Argumente parat, diesen Erwartungen nicht zu entsprechen. Und auch jetzt gibt es natürlich Gegenstimmen, denn auch der kleine Sparer hat Interessenvertreter auf seiner Seite. Diesmal gibt es Rückendeckung vom Präsidenten des Sparkassen-Verbandes (DSGV), Georg Fahrenschon:

Noch näher an Null wird nichts mehr helfen.Georg Fahrenschon laut reuters.com

Insgesamt erwarten aber immer weniger Beobachter, dass die EZB im Juni untätig bleiben wird und auch aus den Reihen der Zentralbank sind schon Aussagen zu hören, die auf eine Senkung hindeuten. Deshalb ist dieses Mal eine Reaktion der Zentralbank nur allzu wahrscheinlich.

Zur Debatte stehen eine Senkung des Hauptrefinanzierungssatzes oder gar negative Zinsen für Einlagen der Banken bei der Zentralbank. Bleibt die Frage, wie der EZB-Rat diese Daten in der Sitzung Anfang Juni interpretieren wird!  Klar ist jedoch, dass jede dieser Maßnahmen sich auch schlecht auf die Zinsen von Tagesgeld und Festgeld auswirken wird. Für den Sparer ist die Krise noch nicht vorbei!

Zum Schluss – Informationen zum Festgeld-Angebot von Klarna

Festgeld bringt gute Zinsen und ist einfach zu verstehenDie aktuellen Konditionen zum Klarna – Festgeld haben wir im bestehenden Artikel zum Produkt aktualisiert. Unter diesem Artikel finden sie auch einen Werbelink, der Sie direkt zum Angebot der Bank leitet. Einen Überblick über die Zinsen auf dem Festgeld-Markt bietet unser Vergleichsrechner.

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Hier schreibt Thomas Gödert

Online-Redakteur Finanzen. Arbeitet seit 2012 bei BergMedia.net. Thomas Gödert ist auch auf Google+ und Twitter aktiv.
Kategorie: Festgeld, Produkt-Check

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