Die Zinssenkungen beim Tagesgeld häufen sich wieder!

Der Sparer hat weniger RenditeInnerhalb kurzer Zeit sind gleich drei Zinssenkungen für Tagesgeld bekannt geworden. Die ING-DiBa, Cortal Consors und auch die Bank of Scotland haben angekündigt, die Zinsen im Verlauf der nächsten Tage anzupassen. Bei der ING-DiBa sinkt der Zins um 25 Basispunkte auf dann 1,25% p.a. und auch die Cortal Consors Bank senkt um 10 Basispunkte auf dann 1,30% Zinsen gerechnet auf das Jahr. Auch die Bank of Scotland senkt um 10 Basispunkte auf dann 1,10% Zinsen.

Die Niedrigzinsphase dauert an und verschärft sich zusehend!

Für Sparer keine gute Nachricht, denn jede Zinssenkung bedeutet auch, dass es schwieriger wird, den Kaufkraftverlust durch die Inflation auszugleichen. Von einem ordentlichen Gewinn mit der Geldanlage in Tagesgeld mussten sich die deutschen Sparer schon vor einiger Zeit verabschieden. Seitdem galt die Devise, mit dem Tagesgeld wenigstens keine Verluste einzufahren. Wenn die Entwicklung so weitergeht, wird sich der Anspruch der Sparer an diese Geldanlage noch mal verändern müssen. Dann heißt die Devise: „So wenig Verlust, wie möglich machen!“ Insgesamt eine traurige Entwicklung!
Die Zinssenkungen sind auch diesmal gering ausgefallen, doch weil die Senkungen nun schon über einen langen Zeitraum zu verzeichnen sind, haben die Zinsen einen wirklich niedrigen Stand erreicht.

Wie lange muss der Sparer noch mit niedrigen Zinsen rechnen?

keine schöne Situation!Hier ein konkretes Datum zu nennen wäre unseriös! Allerdings gibt es Merkmale, auf die man achten kann. Und alle Anzeichen deuten darauf hin, dass die Mini-Zinsen noch einige Zeit den Markt bestimmen werden. In den nächsten Tagen werden Daten zur Geldmengen-, Kredit- und Inflationsentwicklung veröffentlicht werden. Experten haben schon im vergangenen Monat mit einer weiteren Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank gerechnet, und nachdem im Februar der Leitzins nicht gesenkt wurde, gab es zahlreiche Stimmen, die spätestens im März mit dieser Maßnahme rechnen. Es gibt keine Daten, die für eine Trendwende sprechen, eher im Gegenteil. Wer meint, die Schmerzgrenze sei jetzt schon erreicht, wird wohl eines Besseren belehrt werden. Wer eine Suchmaschine zum Thema Zinswende bemüht, wird feststellen, dass dieses Thema vor rund einem Jahr ein heiß diskutiert wurde. Aktuelle Beiträge sind schwieriger zu finden. Für 2014 scheint dieses Thema jedenfalls vom Tisch zu sein.

Die aktuellen Zinssekungen

Die ING-DiBa hat die Konditionsänderung für das Extra-Konto für den 01.03.2014 angekündigt. Das Angebot gilt für Neukunden und diese erhalten dann 1,25% Zinsen gerechnet auf das Jahr für Beträge bis 100.000,- Euro. Die Zinsgarantie bei diesem Angebot beträgt vier Monate. Bestandskunden erhalten 1,00% Zinsen p.a. für Beträge bis 250.000,- Euro.


Cortal Consors hat die Senkung zum 28.02.2014 angekündigt. Neukunden erhalten dann 1,30% Zinsen p.a. für Beträge bis 50.000,- Euro. Die Zinsgarantie beträgt hier ganze 12 Monate.


Die Änderung am Zinssatz der Bank of Scotland tritt am 05.03.2014 in Kraft. Neu und Bestandskunden erhalten dann 1,10% Zinsen gerechnet auf das Jahr.

Wo gibt es bessere Zinsen oder Alternativen?

Was ist der Plan B?Solange der Sparer sich im Bereich der sicheren Geldanlagen bewegen möchte, bleibt nur das Festgeld als Alternative für höhere Zinsen. Wer die Möglichkeit hat, seinen täglich verfügbaren Notgroschen – dazu nutzen viele das Tagesgeldkonto – zugunsten einer Festgeldanlage zu verschieben, hat die Chance leicht bessere Zinsen in Anspruch zu nehmen. Mit mehr Risikobereitschaft sind natürlich auch andere Geldanlagen, wie Aktien, Fonds und noch mehr der Gleichen zu haben. An Aufrufen sich auch solchen Anlageformen zuzuwenden mangelt es freilich nicht und auch die Aussage der Sparer solle sich nicht über die niedrigen Zinsen beklagen und er sei selbst schuld, wenn er sich mit solchen Konditionen abspeisen lasse, werden jetzt wieder öfter zu hören sein. Allerdings befinden sich Sparer in guter Gesellschaft, wenn sie diese Ratschläge missachten. Nur wenige Verbraucher wollen die Risiken anderer Formen der Geldanlage auf sich nehmen. Nur wenige können sich es sich überhaupt erlauben Verluste in Kauf zu nehmen. Ein Blick in die Statistiken zeigt, dass die Einlagen für Tagesgelder auch trotz niedriger Zinsen anhaltend gestiegen sind.

Einlagen privater Haushalte - täglich fällig - Stand 2014

Quelle: Bundesbank.de – BBK01.SUD201 Neugeschäftsvolumina Banken DE / Einlagen privater Haushalte, täglich fällig

Bildquelle:

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Hier schreibt Thomas Gödert

Online-Redakteur Finanzen. Arbeitet seit 2012 bei BergMedia.net. Thomas Gödert ist auch auf Google+ und Twitter aktiv.
Kategorie: Tagesgeld

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