Das Mittel gegen sinkende Zinsen! 
Kurzfristiges Festgeld als Alternative zum Tagesgeld

kurzfristig oder langfristig?Flexibilität und Rendite stehen bei jeder Geldanlage in einem Spannungsverhältnis. Trotzdem lohnt sich für Tagesgeldsparer immer wieder der Blick auf kurzfristige Festgelder. Denn die attraktiven Direktbanken bieten Festgelder mit Laufzeiten von einem, drei, sechs und neun Monaten! Der Sparer muss sich hier nur kurzfristig festlegen.

Kurzfristige Festgelder sind oft die bessere Wahl

Immer wenn die Zinsen sinken, heißt es gleich: „Festgeld ist das Gebot der Stunde„. Ganz klar, Festgelder haben den Vorteil, dass die Zinsen über die gesamte Laufzeit stabil bleiben und dass der Sparer sich dann nicht über Zinssenkungen bei den Tagesgeldern ärgern muss. Zudem sind die Zinsen für Festgeld mit längeren Laufzeiten auch deutlich höher. Aber was nutzt mich das, wenn ich das Geld flexibel brauche? Die Frage ist aber, wie viel Geld wirklich für den Notgroschen ausreicht und ob dann nicht doch noch etwas für Festgeld infrage kommt und letztendlich sind drei und sechs Monate keine Ewigkeit.

Trotzdem achten die wenigsten Sparer auf Festgelder mit kurzen Laufzeiten, obwohl auch die mit den Zinsen für Tagesgeld mithalten können. Kurzfristige Festgelder sind allerdings auch weniger verbreitet und fallen deshalb natürlich weniger ins Auge. Um so sinnvoller, auf solche Produkte hinzuweisen.

Ein Beispiel: kurzfristiges Festgeld hat die Nase vorn!

Ach so ist das!Im Oktober 2015 sind die Zinsen allgemein niedrig. Die Europäische Zentralbank betreibt seit geraumer Zeit eine ultralockere Geldpolitik und die Banken bekommen sehr günstig Geld von der Zentralbank. Aber die Bemühungen der EZB das Inflationsziel von rund 2,00 % zu erreichen zeigen aufgrund der niedrigen Energiepreise noch kaum eine Wirkung. Im Oktober liegen Daten zur Inflation für den Monat September vor und hier liegt der Wert bei 0,00 Prozent. Ein Blick auf das Zinsbild der Kalenderwoche 41 zeigt, dass die Zinsen trotz dieser Lage in der vergangen Zeit eigentlich stabil geblieben sind. Allerdings sind Zinssenkungen unter diesen Umständen immer möglich. Zu diesem Zeitpunk ist das beste Neukundenangebot für Tagesgeld mit 1,11 % verzinst und bietet eine Zinsgarantie von vier Monaten. Die LeasePlan Bank ist im Oktober 2015 erst einige Wochen auf dem Markt und macht mit vergleichsweise hohen Zinsen auf sich aufmerksam. Selbst das dreimonatige Festgeld der LeasePan Bank übertrifft das Spitzenangebot für Tagesgeld. Der höchste Bestandskundenzinssatz liegt bei 0,95 % Zinsen gerechnet auf das Jahr.

Wer seinen Notgroschen oder ein Teil davon länger fest anlegen kann, sichert sich leicht höhere Zinsen.

Bank Festgeld 3 Monate Festgeld 6 Monate Festgeld 9 Monate Festgeld 12 Monate Tagesgeld Spitzenzins
LeasePlan 1,20 % p.a. 1,25 % p.a. 1,30 % p.a. 1,40 % p.a. 1,11 % p.a.
MoneYou 1,05 % p.a. 1,15 % p.a.
Creditplus Bank 0,95 % p.a. 1,00 % p.a. 1,05 % p.a. 1,05 % p.a.
DenizBank AG 0,85 % p.a. 0,95 % p.a. 1,05 % p.a. 1,15 % p.a.

(Die Tabelle zeigt Daten vom 06.10.2015)

So gelingt der Vergleich bei kurzfristigen Laufzeiten

Das Beispiel zeigt, dass die Grenzen zwischen Tagesgeldern und Festgeldern fließen. Für eine grobe Unterscheidung taugt der Lehrsatz: „Tagesgeld ist für Geld, das flexibel sein muss und Festgeld ist für Geld, das längerfristig eher nicht gebraucht wird“. Das gilt zwar nach wie vor, aber auch Festgelder mit unterjährigen Laufzeiten sind für Sparer, die es gerne flexibel haben, einen Blick wert. Hier bieten einige Banken auch Kombiprodukte aus Tagesgeld und Festgeld, um genau diesem Kundenbedürfnis Rechnung zu tragen.

Eine Hürde könnte der Mindestanlagebetrag darstellen. Bei Festgeldern ist der Mindestanlagebetrag üblich und der liegt in der Regel zwischen 500,- und 10.000,- Euro, wobei höhere Beträge durchaus oft zu finden sind. Wer den Vergleichsrechner für Festgeld mit der gewünschten Anlagesumme füttert und die Ergebnisse so filtern lässt, bekommt sowohl Angebote für die gewünschte Laufzeit als auch für den gewünschten Anlagebetrag. Zur Orientierung haben wir einen Artikel, der sich dem Thema „Mindestanlagebetrag“ im Detail widmet.

Jetzt kommt noch einmal der Zeigefinger!

Ist der erhobene Zeigefinger angebracht?Nichtsparer werfen gerne den Aufwand, den das kontinuierliche Sparen verursacht, in die Waagschale und haben damit einen guten Grund ihr Geld bei ihrer Hausbank versauern zu lassen. Ohne Mühe gibt es sicher keine Rendite, das gilt ganz unabhängig von der Form der Geldanlage oder der Anlageklasse. Wer sich mehr kümmert und besser auskennt, hat auch die bessere Rendite. Der Aufwand ein Sparkonto online zu führen ist überschaubar. Das Postident-Verfahren ist immer noch schnell abgewickelt. Dank der Legitimation über VideoIdent, die sowohl von den Banken als auch von den Verbrauchern geschätzt wird, können wir ein Konto in Windeseile unser Eigen nennen. Sparen war noch nie einfacher. Also mach was draus!

Bildquelle:

© Aycatcher – Fotolia.com; © Coloures-pic – Fotolia.com; © K.- P. Adler – Fotolia.com;

Hier schreibt Thomas Gödert

Online-Redakteur Finanzen. Arbeitet seit 2012 bei BergMedia.net. Thomas Gödert ist auch auf Google+ und Twitter aktiv.
Kategorie: Festgeld

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.