Deutscher Aktienindex – DAX

Bulle und Bär als Symbol für Gewinn und VerlustDer DAX gilt als der deutsche Aktienindex mit der größten Aussagekraft. Er zeigt die wirtschaftliche Entwicklung der 30 Unternehmen Deutschlands mit dem höchsten Umsatz an. Diese Unternehmen sind an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Eingeführt wurde der DAX als Ergänzung zu den übrigen Aktienindizes Deutschlands, doch schon bald ließ er diese in der Bedeutung weit hinter sich. Heute gilt der DAX als internationaler und nationaler Leitindex.


Vor dem DAX gab es den Hardy-Index (seit 1959), danach wurde der Index der Börsenzeitung eingeführt. Dies war im Jahr 1981. Der DAX startete bei seiner Einführung mit einem Punktwert von 1.000 Zählern, dies war gleichzeitig der Schlusskurs von 1987. In Punkten wurde der DAX damals mit 1.163,52 angegeben.
Der DAX 30 ist der wichtigste Aktienindex. Dazu kommt noch der DAX 100, bei dem die 100 Unternehmen, die am liquidesten sind, gelistet werden. Aus dem Bereich der erneuerbaren Energien bilden die Unternehmen den ÖkoDAX, Unternehmen der Technikbranche stellen den TecDAX zusammen. Der allgemeine DAX ist an keine Branche gebunden.

Was wird am DAX abgelesen?

Der DAX gibt Aufschluss über die aktuelle wirtschaftliche Lage der größten Unternehmen. Er wird als Indikator für die Entwicklung gesehen, wobei hier der gesamte deutsche Aktienmarkt berücksichtigt wird. Geht die Kurve auf der Anzeigetafel an der Frankfurter Börse nach oben, laufen die Geschäfte gut. Bei einem Absinken der Kurve kann von einer Verschlechterung der Wirtschaftslage ausgegangen werden. Die Aktien sind weniger wertvoll und können zu einem geringeren Wert verkauft werden.

Welche Firmen sind beim DAX vertreten?

Foto - Frankfurt am MainDie Unternehmen, die im DAX gelistet werden wollen, müssen im Prime Standard geführt werden. Dabei handelt es sich um das so genannte Marktsegment, welches von der Deutschen Börse eingerichtet wurde. Die Unternehmen hier müssen bestimmte Transparenzanforderungen erfüllen – sie müssen zum Beispiel in jedem Quartal einen Geschäftsbericht vorlegen und außerdem jährlich eine Analystenkonferenz ausrichten. Ad-hoc-Mitteilungen müssen von ihnen ebenfalls veröffentlicht werden und das nicht nur in deutscher, sondern auch in englischer Sprache. In jedem Jahr wird die Einhaltung der Kriterien überprüft.
Wichtig außerdem: Die Unternehmen müssen im so genannten Xetra gehandelt werden, die ist das elektronische Handelssystem der Deutschen Börse. Außerdem müssen sie einen 10prozentigen Streubesitz nachweisen können. Der Sitz des Unternehmens muss in Deutschland sein oder es muss zumindest der Schwerpunkt des Aktienhandels hier nachgewiesen werden. Mindestens muss der Sitz des Unternehmens (Geschäftssitz oder operativer Hauptsitz) in der Europäischen Union sein.

Derzeit sind folgende Unternehmen im DAX gelistet:

Adidas Fresenius
Allianz HeidelbergCement
BASF Henkel
Bayer Infineon Technologies
Beiersdorf K+S
BMW Lanxess
Commerzbank Linde
Continental Lufthansa
Daimler Merck
Deutsche Bank Munich Re
Deutsche Börse RWE
Deutsche Post SAP
Deutsche Telekom Siemens
E.ON ThyssenKrupp
Fresenius Medical Care Volkswagen

Andere Leitindizes

Die WeltAuch in anderen Ländern gibt es spezielle Leitindizes, die kennzeichnend für die wirtschaftliche Entwicklung des jeweiligen Landes sind. In den USA ist zum Beispiel der Dow-Jones-Index der wichtigste Aktienindex. In Japan gibt es den Nikkei-Index, in Frankreich den CAC 40. Der griechische Leitindex trägt den Namen Athex Composite Share Price Index, in Großbritannien wird von dem FTSE 100 Index gesprochen. Der FTSE MIB ist der Leitindex für Italien. So hat jedes Land diesen einen großen Leitindex sowie weitere Indizes, die für die Darstellung der aktuellen Lage der Volkswirtschaft unverzichtbar sind. Die kleinen Indizes sind jedoch in der Regel weniger aussagekräftig.

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Hier schreibt Thomas Gödert

Online-Redakteur Finanzen. Arbeitet seit 2012 bei BergMedia.net. Thomas Gödert ist auch auf Google+ und Twitter aktiv.
Kategorie: Depot

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