Dipositionskredit mit günstigerem Ratenkredit umschulden

Den Gürtel enger schnallen?Der Dispositionskredit ist für viele Verbraucher kein wichtiges Thema, solange das Girokonto genügend Guthaben aufweist und ein regelmäßiger Geldeingang auf dem Konto vorhanden ist. Viele kennen nicht einmal den Zinssatz oder die Höhe des gewährten Dispositionskredites ihrer Bank. Wenn der Kunde allerdings in finanzielle Schwierigkeiten gerät, werden der Dispositionskredit und die geduldete Überziehung zu einem beachtlichen Kostenfaktor.

Die Zinsen für den Dispositionskredit legt jede Bank einzeln fest. Viele Banken verlangen sehr hohe Zinsen für den Dispositionskredit und deshalb sollten Verbraucher, die das Girokonto kurzfristig nicht ausgleichen können, die hohen Zinsen umgehen und nach Alternativen suchen, um die unnötig hohen Kosten zu vermeiden. Wer Schulden hat, muss den Gürtel eine Zeit enger schnallen, aber um wie viele Löcher ist nicht allein die Entscheidung der Bank. Der Kunde hat durchaus Alternativen, wenn der Zinssatz sehr hoch ist.

Alternativen zum hohen Zinssatz beim Dispositionskredit

  1. Anbieterwechsel – Nicht alle Banken verlangen einen hohen Dispozins! Wer absehen kann, dass er auch in Zukunft den Dispo nutzen wird, sollte sich einen Anbieter mit besseren Konditionen suchen. Der Artikel: „So nutzen sie den Dispositionskredit richtig!“ zeigt die Unterschiede zwischen den Anbietern.
  2. Rahmenkredit und Abrufkredit – wenn ein Anbieterwechsel für das Girokonto nicht gewollt ist, heißt das nicht, das man die hohen Zinsen akzeptieren muss. Ein Rahmenkredit bietet gleichen Komfort, aber bessere Zinsen. Ein Beispiel dafür ist der Rahmenkredit der ING-DiBa
  3. Umschuldung auf einen Ratenkredit – wenn die Schulden durch einmalige, unerwartete und hohe Kosten zustande gekommen sind und der Ausgleich des Girokontos einige Zeit dauern wird, ist eine Umschuldung auf einen Ratenkredit sinnvoll.

Umschuldung auf einen Ratenkredit

Ratenkredit oder Dispo?Die Zinsen bei Ratenkrediten sind fast immer niedriger, als die Zinssätze bei Dispositionskrediten oder bei der geduldeten Überziehung. Der Tilgungsplan bei Ratenkrediten gibt den Kunden Planungssicherheit. Ratenkredite sind zwar nicht so flexibel, wie ein Rahmenkredit oder der Dispositionskredit, weil die Möglichkeit von Sonderzahlungen nicht immer gegeben ist. Wer aber absehen kann, dass er für Sondertilgungen keine ausreichenden Mittel zur Verfügung haben wird, spart durch die besseren Zinsen erheblich an Kosten. Die Gewährung des Kredits und teilweise auch der effektive Jahreszins hängen von der Bonität des Antragstellers ab. Deshalb sollte der Kunde angeben, dass er einen Dispositionskredit umschulden und nicht noch weitere Schulden machen möchte.

Aktuelle Zinssituation bietet keinen Vorteil für Dispo Dauersünder

Im August 2013 sind die Zinsen für Kredite am Fallen. Das liegt daran, dass die Geldpolitik der EZB dafür sorgt, dass die Banken sich günstiges Geld bei der Zentralbank besorgen können. Die Anbieter von Ratenkrediten haben auf diese Entwicklung reagiert und die Zinsen für Ratenkredite sind gesunken. Allerdings macht sich dieser Effekt bei den Dispositionskrediten nicht so deutlich bemerkbar. Auch hier sind die Zinsen in den vergangenen Monaten zum Teil leicht gesenkt worden. Dadurch, dass die Zinsen bei Ratenkrediten fallen und bei den Dispositionskrediten eher stabil bleiben, erhöht sich das Einsparungspotenzial für den Verbraucher noch einmal.

Aktuelle Zahlen zu Dispositions-und Ratenkrediten

ProzentDie Unterschiede zwischen den einzelnen Banken sind immer noch beachtlich! Der beste Zinssatz für einen Dispositionskredit liegt aktuell bei 5,25% Zinsen gerechnet auf das Jahr. Wie die Stiftung Warentest im August 2013 feststellte, verlangen aber manche Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken zum Teil mehr als 14,00% Zinsen. In Anbetracht der aktuellen Zinssituation ein gewaltiger Unterschied zum Ratenkredit, den es zum Teil schon ab 2,99% effektivem Jahreszins gibt. Für eine geduldete Überziehung, also Beträge, die über den Rahmen des Dispositionskredites hinausgehen, werden zum Teil mehr als 20% Zinsen verlangt. Die Beispiele zeigen den Handlungsbedarf für Kunden, die unter solchen Konditionen längerfristig Schulden machen.

Fazit – Eine Umschuldung mit dem Ratenkredit spart gehörig Kosten

Nicht den Kopf in den Sand steckenEs gibt keinen plausiblen Grund sich mit hohen Zinsen bei Dispositionskrediten abzufinden. Viele Mitbewerber bieten bessere Konditionen und der Aufwand Kunde einer solchen Bank zu werden ist gering, da die Verträge online abgewickelt werden können. Der Aufwand rechnet sich schnell! Die Praxis einiger Banken in Bezug auf den Dispositionskredit wurde vielfach bemängelt. Viel zu hohe Zinsen und wenig Transparenz sprechen nicht gerade für ein Kreditinstitut. Um die Höhe der Dispositionskredite in Erfahrung zu bringen, musste die Stiftung Warentest zum Teil die Filialen anfahren und den Preisaushang abfotografieren, weil die Banken keine Auskunft erteilen wollten. Zum Teil ist der Zinssatz nur für den Kunden auf seinem Kontoauszug ersichtlich. Das der Zinssatz im Internet einzusehen ist, sollte nicht erst durch ein Eingreifen der Politik möglich werden. Für die Banken, die in unseren Vergleichen auftauchen, gehört das zum guten Ton. Mit diesen Krediten lässt sich gutes Geld verdienen, ihr Geld! Dass man für einen Kredit Zinsen zahlen muss, sieht wohl jeder ein, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis muss stimmen. Deshalb hat der Ratenkredit bei der Umschuldung die Nase vorn, denn er bietet unter allen Alternativen, die dem Kunden zur Verfügung stehen den best möglichen Zinssatz.

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Hier schreibt Thomas Gödert

Online-Redakteur Finanzen. Arbeitet seit 2012 bei BergMedia.net. Thomas Gödert ist auch auf Google+ und Twitter aktiv.
Kategorie: Kredit

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