Mit Kündigungsvorlage 
Das Tagesgeldkonto kündigen – so geht das!

UnordnungNa, wie viele Tagesgelkonten haben Sie denn? Und auf wie vielen liegt überhaupt Geld. Haben Sie auch noch die Zugangsdaten parat? Auf diese Fragen ernten wir oft ein betretenes Schweigen. Das Tagesgeldkonto kostet ja nichts und deshalb hat man keinen Schaden, wenn die Sparkonten vor sich hingammeln. Ob das stimmt und welche guten Gründe es für einen Kehraus gibt, sagen wir Ihnen in diesem Artikel.

Zu viele Tagesgeldkonten? Sollte der Sparer die besser kündigen?

Umfrageergebnis: Wie viele Tagesgeldkonten besitzen Sie?Zusammen mit unserem Partnerportal konto-testsieger.de verschicken wir regelmäßig einen Newsletter, der unsere Leser über aktuelle Zinsen für Tagesgeld und Festgeld auf dem deutschen Markt informiert. In diesem Zusammenhang haben wir die Leser gefragt, wie viele Tagesgeldkonten sie aktuell besitzen. Die meisten Leser geben an, zwei oder drei Tagesgeldkonten zu führen. Immerhin haben 14% der Leser mehr als fünf Tagesgeldkonten. Wir kennen nicht die einzelnen Anlagestrategien der Leser und damit den genauen Grund für die hohe Anzahl der Sparkonten.

Allerdings macht es wenig Sinn verwaiste Konten auf Dauer bestehen zu lassen. Wir zeigen Ihnen welche Gründe dafür Sprechen, ungenutzte Tagesgelkonten zu kündigen.

  • Wer Ordnung hat, behält den Überblick über seine Finanzen
  • Die Möglichkeit wieder als Neukunde aufzutreten
  • Weniger Papierkrieg mit dem Finanzamt

Ordnung ist das halbe Leben

Die Lösung ist nicht immer offensichtlichDie Liebe zur Ordnung ist bei den Menschen unterschiedlich ausgeprägt und selbst zwei Menschen, die sich für ordentlich halten, werden feststellen, dass der Begriff sich durchaus unterschiedlich auslegen lässt. Ich persönlich habe einen ganzen Ordner mit Zugangsdaten zu den unterschiedlichsten Tagesgeldkonten. Alles schön abgeheftet. Darunter einige aktive Konten, einige inaktive und selbst von bereits gekündigten Konten sind da noch Unterlagen archiviert. Mit Blick auf den nächsten Umzug und angesichts der Tatsache, dass mein Rücken sich über weniger Kisten freuen wird, könnte ich hier mal Ordnung schaffen. Außerdem muss ich dann zukünftig nicht so lange nach den Unterlagen suchen, wenn ich eine Überweisung auf mein Referenzkonto machen möchte.

Die Möglichkeit wieder als Neukunde aufzutreten

Viel verlockender als der Ordnungsfimmel ist aber der Zinssatz, den ausschließlich Neukunden erhalten. Wer sich die Angebote in den Vergleichslisten regelmäßig ansieht, stellt fest, dass die Angebote mit den höchsten Zinsen oft nur für Neukunden gelten. Die erhalten dann auch noch eine Zinsgarantie von wenigen Monaten und sind so vor sinkenden Zinsen geschützt. Das ist ein Vorteil, den sonst eigentlich nur Festgeld bietet. Aktuell hat zum Beispiel die Consorsbank ein Tagesgeldangebot von 1,00 % Zinsen gerechnet auf das Jahr und eine Zinsgarantie von zwölf Monaten. Da wäre man gerne Neukunde. Nichts leichter als das! Ein Blick in die Neukundenregelung der Bank verrät:

* Dieses Angebot gilt für alle Privatkunden, die in den letzten 6 Monaten kein Konto oder Depot bei uns geführt haben.

Die Consorsbank hat mit nur sechs Monaten einen sehr kurzen Zeitraum gewählt, bis sie uns wieder als Neukunde akzeptiert. Viele Banken haben sich für eine Spanne von 12 Monaten entschieden und sehr wenige Anbieter für Tagesgeld sind hier streng und wollen sich auf Lebenszeit binden.

Das ist doch ein starkes Argument für den Kehraus und ein überzeugender Grund das alte Tagesgeldkonto zu kündigen.

Weniger Papierkrieg mit dem Finanzamt

Das Finanzamt verdient mit!Ein weiterer Grund, alte Tagesgeldkonten zu kündigen ist die Tatsache, dass das Finanzamt durch die elektronische Übermittlung durch die Banken den vollen Einblick hat, welche Konten die Bürger bei welchen Banken führen. Es kann deshalb sein, dass das Finanzamt sich wegen dieser Sparkonten an den Steuerbürger wendet und Unterlagen nachfordert. Die Kündigung minimiert den Papierkrieg!

Wer zu jedem Konto noch einen Freistellungsauftrag eingerichtet hat, muss außerdem aufpassen, dass die einzelnen Freistellungsaufträge nicht die Obergrenze der Freibeträge überschreiten. Das kann Ärger geben. Die Freistellungsaufträge müssen eigentlich separat zum Konto gekündigt werden. Das ist deshalb auch ein guter Grund das Konto und mögliche Freistellungsaufträge in einem Rutsch loszuwerden. Unsere Vorlage bietet die Möglichkeit, auch gleich die Freistellungsaufträge zu kündigen.

So kündigen Sie verwaiste Tagesgeldkonten

So brauchen SIe sich keine Sorgen machenZur Kündigung des Kontos reicht ein einfaches Schreiben an die betreffende Bank. Wir haben dazu eine Vorlage erstellt. Das ist ein Formular im PDF-Format, dass Sie sich gerne herunterladen dürfen. Tragen Sie einfach Ihre Daten in die betreffenden Felder ein und drucken sie das Dokument aus. Keine Angst! Die Daten werden nicht erfasst, weitergeleitet oder in irgendeiner Form verwertet. Alles bleibt nur auf Ihrem Rechner! Vergessen Sie nicht die Dokumente zu unterschreiben, sonst sind sie ungültig. Läuft das Konto auf mehrere Personen, müssen alle unterschreiben.

Die Kündigung ist für den Verbraucher übrigens immer kostenlos und es gibt keine Fristen. Die Bank wird das Restguthaben und ausstehende Zinsen anteilig auf das Referenzkonto überweisen, dass Sie im Dokument oder im Kundenportal als Referenzkonto eingetragen haben. Es gehen Ihnen weder Guthaben noch Zinsen verloren! Das Restguthaben kann der Kunde natürlich schon vor der Kündigung händig überweisen. Das beschleunigt die Kündigung ein wenig.

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Hier schreibt Thomas Gödert

Online-Redakteur Finanzen. Arbeitet seit 2012 bei BergMedia.net. Thomas Gödert ist auch auf Google+ und Twitter aktiv.
Kategorie: Tagesgeld

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