Mitmachen erwünscht! 
Das Smart Girokonto der Fidor Bank im Produkt-Check

detail_girokonto2Ein Girokonto bei der Mitmach-Bank? Wo die Nutzer selber mitbestimmen, wie hoch der Dispo ist und wo jeder gefragt wird, wie die Konditionen für das nächste Finanzprodukt aussehen sollen? Ja, das gibt es bei der Fidor Bank und die werden dafür sogar gelobt!

Bei vielen Filialbanken beschränkt sich das „Mitmachen“ für den Kunden auf´s Gebühren zahlen. Das ist für preisbewusste und online affine Bankkunden eine doch sehr unschöne Art der Beteiligung. Kein Wunder, dass die Direktbanken mit ihren kostenlosen Gehalts– oder Girokonten ohne Mindestgeldeingang den klassischen Banken den Rang ablaufen.

Während die noch verdattert da sitzen und sich von der Tatsache erholen, dass der digitale Wandel gerade durch ihre Filiale gerauscht ist und das jetzt irgendwie nichts mehr so ist wie früher, reift langsam die Erkenntnis, dass das alte Geschäftsmodell nur noch die Historiker interessiert. Unterdessen mischen zahlreiche Fintechs den Markt auf und bieten Dienstleistungen, die früher klassische Bankdienstleistungen waren. Allerdings oft billiger und auch besser. Paradigmenwechsel und Transformation im Bankwesen heißen die Stichwörter und wer danach sucht, stößt bestimmt auch auf die Fidor Bank.

Deren Girokonto wollen wir in diesem Produkt-Check einmal genauer untersuchen!

FIDOR SMART GIROKONTO im Überblick

  • Kontoführung: kostenlos
  • Guthabenverzinsung: 0,00% p.a variabel  – seit Juli 2016
  • Dispositionskredit: derzeit 5,99 % p.a.
  • Kreditkarte: günstige 8,95 Euro Jahresgebühr
  • Bargeld: kostenlos an Geldautomaten mit Mastercard-Logo
  • Extras: Geld für aktive Teilnahme an der Community
  • Webseite: http://www.fidor.de*

Das Smart Girokonto der Fidor Bank im Detail

Das Fidor Smart Girokonto ist für den Kunden kostenlos. Wer allerdings Bargeld abheben möchte, braucht dazu die Fidor Bank Prepaid Mastercard. Für die Karte muss der Kunde eine Jahresgebühr von 8,95 Euro einplanen. Dann sind vier Bargeldabhebungen kostenlos möglich. Ab der fünften Abhebung entstehen Kosten von 2,50 Euro pro zusätzlicher Bargeldabhebung. Damit ist das Konto nicht ganz kostenlos, obwohl die Jahresgebühr insgesamt sehr gering ausfällt.

Guthabenverzinsung auf dem GirokontoEher seltener findet der Kunde heute eine Guthabenverzinsung auf dem Girokonto. Hier bietet die Fidor Bank ihren Kunden aktuell 0,05% Zinsen. Der Zinssatz ist variabel und kann sich jederzeit ändern. Das handhaben alle Banken bei kurzfristigen Einlagen so. Ein Blick auf das aktuelle Zinsbild zeigt schnell, dass der Sparer auf einen Tagesgeldkonto der Top-Anbieter auf dem Markt, noch höhere Zinsen erwirtschaften kann. Deshalb gilt die Empfehlung, nicht zu viel Geld auf einem Girokonto anzuhäufen, sondern es besser auf ein Tagesgeldkonto zu legen, auch für Kunden der Fidor Bank. Die Guthabenverzinsung sticht im Bankenvergleich allerdings heraus, und ist ein Pluspunkt, der für das Konto spricht.

Ein Kostenfaktor kann auch der Zinssatz für den Dispositionskredit sein. Bei der Fidor Bank können die Kunden den Zinssatz durch Facebook Likes nach unten drücken. Derzeit liegt der Zins bei 6,30% Zinsen gerechnet auf das Jahr. Im Bankenvergleich ist das ein sehr sehenswerter Zinssatz. Die meisten Direktbanken verlangen mindestens 7,50%. Selbst diesen Spitzenwert toppt dieses Angebot. Ein weiterer Pluspunkt für das Fidor Smart Girokonto.

Wie ist das Angebot zu bewerten?Jeder Nutzer darf aktiv an der Community der Fidor Bank teilhaben. Für die rege Teilnahme bekommt der Kunde eine Gutschrift. und deshalb lohnt sich die rege Online-Aktivität! Jeder Beitrag wird mit geringen Cent Beträgen belohnt. Die sind zwar nach oben hin gedeckelt. So kann ein Kunde zum Beispiel nur 3 Produktbewertungen im Monat abgeben und erhält dafür eine Gutschrift von maximal 0,15 Cent. Aber insgesamt kann der aktive Nutzer die Kosten, die durch die etwa durch die Jahresgebühr der Kreditkarte anfallen, auf diese Art senken. Zusätzlich verspricht die Bank ihren Nutzern, dass eine Idee, die von einem Mitglied ersonnen und später umgesetzt wird, mit sehenswerten 1000,- Euro belohnt wird. Mit Sicherheit ein Ansporn für den Kunden und Beweis, dass die Fidor Bank die Community tatsächlich lebt.

Interessant ist auch der „Gehaltseingangs Bonus„. Ab einem monatlichen Gehaltseringang von 1.000,- Euro erhält der Kunde einen Euro pro Monat als Bonus zurück. Damit kann der Nutzer die Kosten der Jahresgebühr für die Kreditkarte leicht ausgleichen.

Fazit

Ach so ist das!Mitmachen lohnt sich! Das Girokonto der Fidor Bank bietet viel. Etwa einen niedrigen Dispo, es ist quasi ein kostenloses Gehaltskonto und sogar eine Guthabenverzinsung ist vorgesehen. Wer aktiv ist, macht mit den zahlreichen Boni unterm Strich sicher noch ein kleines Plus. Allerdings kann der Kunde keine Girocard nutzen. Das schränkt die Möglichkeiten beim bargeldlosen Zahlungsverkehr ein! Die Kreditkarte hat zwar weltweit eine hohe Akzeptanz, doch in Europa ist die Kreditkartenzahlung im Handel noch nicht selbstverständlich. Aber…! Wer sich für das Girokonto der Fidor Bank entscheidet, für den zählt die Community, die zahlreichen Möglichkeiten für Crowdfunding, Crowdinvesting und Social Lending. Wer dieses Konto wählt, will eine andere Form des Bankings erleben und wird das auch!

Update!!!

Die Fidor Bank hat seit August 2015 die Fidor SmartCard im Programm! In der Alltagssprache kann man sagen, die Fidor Bank hat jetzt eine EC-Karte. Die Aussage ist zwar nicht ganz richtig, aber es weiß dann jeder was gemeint ist. In Wirklichkeit ist die SmartCard eine Kombination aus einer MasterCard, Maestro und PayPass und vereint somit drei Bezahlformen in nur einer Karte. Im Alltag bedeutet das für den Karteninhaber, dass er überall bargeldlos bezahlen kann. Zuvor stand den Kunden lediglich eine Prepaid Mastercard zur Verfügung und in Deutschland sind Akzeptanzstellen für Kreditkarten im Wachstum begriffen, wenn man es freundlich ausdrücken möchte. Die Karte ist ganz klar ein Pluspunkt für das Konto. Für die SmartCard muss der Kunde keine Jahresgebühr entrichten. Die Fidor Bank verzichtet auch auf eine einmalige Ausgabegebühr. Selbst die Fremdwährungsgebühr für den Karteneinsatz außerhalb der Eurozone bleibt ohne Gebühr. Lediglich wer die Karte häufig nutzt, um an Bargeld zu gelangen, muss eine Gebühr entrichten. Wer auf Bargeldbehebungen verzichtet, bekommt dafür eine kleinen Bonus!

Informationen zur Fidor Bank

Die Fidor Bank hat ihren Sitz in München und die Rechtsform einer Aktiengesellssahaft. Die Fidor Bank ist seit dem Jahr 2009 mit einer Vollbanklizenz auf dem Markt. Neben dem Girokonto und der Mastercard-Kreditkarte offeriert die Bank Sparprodukte und Kreditlösungen. Im Mai 2015 erhielt die Bank im BankingCheck Award die Auszeichnung „Beste Direktbank 2015“!

Bildquelle:

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Hier schreibt Thomas Gödert

Online-Redakteur Finanzen. Arbeitet seit 2012 bei BergMedia.net. Thomas Gödert ist auch auf Google+ und Twitter aktiv.
Kategorie: Girokonto, Produkt-Check

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