Gemeinschaftsprojekt der deutschen Kreditwirtschaft 
paydirekt – sicher online bezahlen

Der Online-Bezahldienst paydirektWer online shoppen geht, der genießt eine unglaubliche Menge an Produkten und Anbietern. Wer Preise vergleicht, bekommt den Gegenstand seiner Begierde nicht selten zu einem sensationellen Preis oder findet Produkte, die eben nicht in jedem Laden an der Stange hängen. Wer das so macht, landet nicht immer bei den allgemein bekannten Branchenriesen, sondern bei einem kleinen, spezialisierten Shop. Ab sofort soll der Verbraucher hier mit paydirekt bezahlen können.

Paydirekt macht Online-Zahlungen für Kunden und für Händler sicher!

An Möglichkeiten zu zahlen mangelt es auch jetzt schon nicht. Die meisten Shops akzeptieren eine vorherige Überweisung, die Rechnung, die Lastschrift, die Kreditkarte, PayPal oder Anbieter wie Sofortüberweisung oder Paysafecard. Die Möglichkeiten sind wirklich vielfältig, wie dieser Artikel auf bankenvergleich.de zeigt.

Aber wer will schon einem kleinen Shop, den man gerade erst entdeckt hat, vor Erhalt der Ware Geld überweisen. Sollte man da seine Kreditkartendaten eingeben oder landen die dann im „Dark-Web“ und werden fortan für einige Euro verhökert und für dubiose Zwecke missbraucht? Das sind Sorgen, mit denen sich der Verbraucher umgibt.

Auch der Shopbetreiber kennt seine Kunden nicht und will seine Ware natürlich nicht an Hinz und Kunz verschicken, ohne sicher zu sein, dass dafür auch Geld auf das Geschäftskonto fließt. Für den Shopbetreiber spielen aber auch die Kosten eine Rolle, denn ein mehr an Sicherheit gibt es natürlich nicht umsonst. Wenn der Shop Bezahldienste wie PayPal oder paydirekt nutzt, muss dafür eine Gebühr entrichtet werden.

Was ist paydirekt?

herausragendPaydirekt ist ein Zahlungsanbieter im Online-Handel und ist ein Gemeinschaftsprojekt der deutschen Kreditwirtschaft. Rund 700 Institute sind inzwischen angeschlossen und weitere sollen folgen. Einige namhafte Banken, die wir seit Langem in unserem Bankenvergleich führen, bieten ihren Kunden paydirekt als Bestandteil des Girokontos an. Das sind die HypoVereinsbank, die Commerzbank, die Targobank,  die Postbank, die Ing-DiBa, und comdirect.

Paydirekt ist dabei noch nicht sehr lange auf dem Markt und es gibt deshalb erst wenige Shops, die mit paydirekt kooperieren. Für den neuen Online-Bezahldienst besteht deshalb gerade die große Herausforderung, Kunden und Händler einzusammeln und für das Projekt zu begeistern. Das Geschäft soll für den deutschen Markt zur Verfügung stehen. Das das keine leichte Aufgabe ist, wird deutlich, wenn wir einen Blick auf den stärksten Mitbewerber werfen. Ein Blick auf die Seite von PayPal zeigt, dass 16 Millionen aktive Kunden PayPal nutzen und die können bei über 7 Millionen Händler weltweit einkaufen.

Wie funntioniert das Online-Bezahlverfahren paydirekt?

Wer paydirekt nutzen möchte, um online einzukaufen, der braucht dazu ein Girokonto bei einer Bank, die an dem Verfahren teilnimmt. Für den Verbraucher ist die Nutzung kostenlos. Auf der Seite von paydirekt kann jeder eine Bankensuche durchführen und nachsehen, ob die eigene Bank an dem Verfahren teilnimmt. Einmal angemeldet wird paydirekt mit dem Girokonto verknüpft, und wenn der Kunde beim Online-Schopping die Bezahlvariante „paydirekt“ auswählt, muss dieser lediglich sein Passwort und den Benutzernamen von paydirekt eingeben. So einfach ist das für den Verbraucher!

Im Hintergrund passiert allerdings etwas mehr. Die Bank prüft während des Bezahlvorgangs, ob der Kontoinhaber ausreichend liquide ist, um den Artikel zu erstehen. Ist das der Fall, wird eine Lastschrift vom Konto des Kunden ausgeführt. Ab und an muss der Käufer eine TAN eingeben, um die Transaktion zu legitimieren.

Wenn ein Kunde mit paydirekt zahlt, ist das also eine sichere Sache für den Händler. Weil der Anbieter nur mit geprüften Händlern kooperiert, muss sich auch der Kunde keine Sorgen machen. Und wenn es mal zu Problemen kommt, greift der Käuferschutz und paydirekt übernimmt die Prüfung des Vorgangs. Beide Seiten profitieren!

Der Kunde braucht zum Onlinekauf nur mit seinem Benutzernamen und ein Passwort und muss nicht ständig seine Bankdaten oder die Kreditkartendaten preisgeben. Die einzelnen Transaktionen kann der Kunde in einer App leicht und übersichtlich einsehen. Außerdem erscheinen die Lastschriften ja im Kundenportal der eigenen Bank. Für die Kontrolle der Umsätze muss der Nutzer sich deshalb nur auf einer Plattform und nicht auf unterschiedlichen Plattformen bewegen. Das ist der Vorteil, wenn der Dienst im Girokonto integriert ist.

Hier ein Erklärvideo der Commerzbank zu paydirekt

Welchen Mehrwert verspricht paydirektkt?

Wer sich die Meldungen zum Start von paydirekt ansieht, findet schnell Aussagen, dass man einen weiteren Anbieter überhaupt nicht braucht, dass der Kunde eh schon PayPal nutzt und dass die Sache eh viel zu spät kommt und kaum eine Chance habe. Das sich die etablierten Spieler auf dem Feld keine Konkurrenten herbeisehnen ist ja nachvollziehbar, aber der Verbraucher leidet unter einem Wettbewerb verschiedener Anbieter eher nicht. Händler, die Gebühren für die Bezahldienste entrichten müssen werden sich über einen stärkeren Wettbewerb auch nicht beklagen, da der ja bekanntlich die Marktpreise drückt. Warum sich einige Kommentatoren einen Monopolisten wünschen, ist nicht nachvollziehbar.

Uns gefällt, dass es keinen externen Dienstleister dazwischen gibt, sondern es direkt vom Girokonto kommt. Und wir haben die Hoffnung, dass Paydirekt Wettbewerb bringt.Bundesbank; Quelle: heise.de

Wir schließen uns dieser Auffassung an. Und wir finden weitere Gründe, die neben der einfachen Bedienung und der Integration ins Online-Banking für diesen Dienst sprechen. Die Daten der Kunden bleiben bei der eigenen Bank. Der Händler bekommt nicht mal eine E-Mail-Adresse, geschweige denn Bankdaten. Die Daten liegen sicher auf Servern in Deutschland und kein Drittanbieter muss auf Daten Zugriff nehmen.

Paydirekt steckt noch in der Anfangsphase. Es gibt bisher wenige Shops, die den Dienst unterstützen. Damit der Online-Bezahldienst für den Verbraucher attraktiv wird, muss die deutsche Kreditwirtschaft die Händler überzeugen die Bezahlvariante in ihren Shop zu integrieren und ihnen einen einfachen und kostengünstigen Zugang zum Dienst ermöglichen. Denn was nützt mich das mehr an Sicherheit oder die einfache Nutzung, wenn ich das Produkt, das ich möchte, nicht bekomme oder wenn das Produkt anderswo deutlich günstiger zu haben ist. Da hat paydirekt noch einiges zu leisten, damit der Einkauf mit paydirekt für den Verbraucher zur Normalität wird!

Hier noch ein Erklärvideo von comdirect zu paydirekt

 

Bildquelle:

©  Qyzz- Fotolia.com

Hier schreibt Thomas Gödert

Online-Redakteur Finanzen. Arbeitet seit 2012 bei BergMedia.net. Thomas Gödert ist auch auf Google+ und Twitter aktiv.
Kategorie: Girokonto, Kreditkarte

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