Sparbuch übertrumpft Tagesgeld 
Das VTB Direktbank Sparbuch Online im Produkt-Check

Das VTB Sparbuch Online im Produkt-CheckMit dem "Sparbuch Online" hat die VTB Direktbank das Sparbuch wiederbelebt. Das klassische Sparbuch kann mit den Tagesgeldkonten der Direktbanken nicht konkurrieren und gilt als unattraktiv. Nicht so das Sparbuch der VTB in der Online-Variante. Unser Produkt-Check deckt auf, was das Produkt leistet.

Das Sparbuch Online der VTB Direktbank im Überblick

  • Zinsen: 0,30% Zinsen p.a. (variabel)
  • Zinsgutschrift: jährlich
  • Verfügbarkeit: bis zu 2000,- Euro im Monat
  • Mindestanlagesumme: 1,- Euro
  • Maximalanlagebetrag: 10 Mio. Euro
  • Kontoführung: kostenlos
  • Einlagensicherung: österreichische Einlagensicherung
  • Extras: kostenloses Tagesgeldkonto inclusive
  • Webseite: http://www.vtbdirekt.de*

Das Sparbuch Online im Detail und im Bankenvergleich

Das Sparbuch ist nicht mehr zeitgemäßDer engagierte Sparer hat heute das Sparbuch nicht mehr im Blick, denn die meisten Banken bieten auf dem Sparbuch zu geringe Zinsen und die Tagesgeldkonten der Banken haben deshalb in der Regel die Nase vorn. Wir nennen immer wieder Gründe, warum das Sparbuch eigentlich ein Dinosaurier unter den Sparprodukten ist. Demnach also ausgestorben und abgelöst vom Tagesgeld! Aber anscheinend haben auch hier ein paar Vertreter dieser Gattung bis heute überlebt. Die Rabobank bietet etwa mit Rabospar90 ein vergleichbares Sparbuch und auch die GEFA Bank und die Postbank haben ein Sparbuch im Programm, das Zinsen oberhalb der 0,10% Marke bietet. Überleben ist ja schon eine Leistung, wer allerdings auch als Konkurrent  auf sich aufmerksam machen möchte, muss auch etwas bieten.

Das schafft das Sparbuch Online der VTB Direktbank. Hier bekommt der Kunde höhere Zinsen als auf dem Tagesgeldkonto. Im April 2015 konnte das Angebot sogar die Top-Platzierungen beim Tagesgeld schlagen. Hier lag das höchste Angebot zu diesem Zeitpunkt bei 1,10% Zinsen gerechnet auf das Jahr. Die höheren Zinsen erkauft sich der Sparer mit der geringeren Verfügbarkeit. Pro Monat kann der Kunde nur über 2.000,- Euro pro Monat verfügen. Wer über sein gesamtes Guthaben verfügen möchte, muss die 3-monatige Kündigungsfrist beachten. Wer dringend an sein Geld herankommen muss, hat Vorschusszinsen zu zahlen (¼ Vorschusszins auf den aktuellen Zinssatz).

Auch die Details im Blick!Das Sparbuch online ist: Nicht ganz so flexibel wie Tagesgeld aber es ist natürlich besser in der Verfügbarkeit als Festgeld. Es bietet nicht so gute Konditionen wie Festgeld, dafür aber eine höhere Flexibilität. Das Produkt ist eine Abwandlung vom klassischen Tagesgeldkonto. Als Abwandlung zum klassischen Festgeldkonto schickt die VTB Direktbank das VTB Duo ins Rennen. Der Sinn dieser Mischprodukte besteht darin, den Kunden mehr Wahlmöglichkeiten anzubieten, die dann natürlich auch besser zu den (finanziellen) Bedürfnissen der Kunden passen.

Als Referenzkonto zum Sparbuch Online dient ein Tagesgeldkonto. Wer ein solches Konto sein eigen nennt, kann mit wenigen Klicks ein Sparbuch eröffnen. Wer absehen kann, dass er einen Teilbetrag des Geldes, dass auf dem Tagesgeldkonto liegt in naher Zukunft nicht brauchen wird, das Geld aber mittelfristig zur Verfügung stehen soll, für den ist das Sparbuch Online oder das VTB Duo eine gute Wahl und dementsprechend positiv werten wir diese „Zusatzoption“ zum Tagesgeldkonto.

Bei der Wahl der neuen Bank für die Geldanlage ist es auch wichtig darauf zu achten, wie Einlagen im Falle einer Insolvenz geschützt wären.Wie auch beim Tagesgeld ist die Kontoführung kostenlos. Der Zinssatz ist variabel und kann täglich von der Bank an das allgemeine Zinsniveau auf dem Markt angepasst werden. Die Mindestanlagesumme von lediglich einem Euro schließt auch den Kleinsparer nicht aus. Maximal dürfen 10 Millionen Euro angelegt werden. Bei diesem Angebot gilt die Einlagensicherung aus Österreich. Für dieses Land gilt selbstverständlich die EU-Richtlinie und somit sind 100.000,- EUR pro Sparer abgesichert. Allgemein wird empfohlen, sich innerhalb dieser Grenzen zu bewegen.

Einen lautstarken Nadeldrucker, der den neuen Kontostand in ihr Sparbuch tackert, gibt es nicht. Nostalgiker kommen definitiv nicht auf ihre Kosten. Für die Verwaltung steht dem Sparer ein leistungsstarkes Online-Portal zur Verfügung. Für Überweisungen kommt bei der VTB Direktbank das mobile Tan-Verfahren zum Einsatz. Dafür benötigt der Kunde ein Telefon, dass in der Lage ist eine SMS zu empfangen. Seit einiger Zeit kann der Kunde bei der Kontoeröffnung statt dem PostIdent-Verfahren zur Legitimation das Video-Ident durchführen. Das funktioniert, sobald der Nutzer eine stabile Internetverbindung und eine Webcam zur Verfügung hat. Also von Zuhause aus oder auch unterwegs. Perso nicht vergessen!



Fazit zum Angebot – Das Sparbuch Online kann sich sehen lassen!

wettbewerbDie VTB Direktbank weicht die sonst eher starren Grenzen zwischen Tagesgeldkonten und den Festgeldkonten auf und präsentiert ein „aufpoliertes“ Sparbuch mit sehenswerten Zinsen. Für Sparer ist das eine gute Sache und deshalb bewerten wir das Produkt positiv. Die geringere Flexibilität ist nur für Sparer ein Problem, die nicht oder schlecht vorausplanen oder sich das Produkt nicht genau ansehen, bevor sie den Vertrag unterschreiben. Das würden Sie ja nie machen! Der gewissenhafte Vergleich der Konditionen und eine solide Finanzplanung sind natürlich immer noch Pflicht, da sich die Zinsen auf dem Markt ständig ändern, ist der aktuelle Vergleich der einzelnen Produkte obligatorisch.

Bildquelle:

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Hier schreibt Thomas Gödert

Online-Redakteur Finanzen. Arbeitet seit 2012 bei BergMedia.net. Thomas Gödert ist auch auf Google+ und Twitter aktiv.
Kategorie: Produkt-Check, Tagesgeld

2 Kommentare Das VTB Direktbank Sparbuch Online im Produkt-Check

Nur mal so als Hinweis: in Österreich wird/ist die staatliche Einlagensicherung abgeschafft, welcher die VTB bisher unterlag. Sparguthaben sind dort also alles andere als sicher! Siehe http://www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/03/30/es-wird-ernst-oesterreich-garantiert-die-sparguthaben-nicht-mehr Da werden Errinnerungen an der Pleite der isländischen Kaupthing-Bank vor gut 7 Jahren wach.

Gruß, Mitleser.

    Mischa Berg 13. Mai 2015 at 09:30

    Hallo Mitleser,

    wir freuen uns sehr über aufmerksame und kritische Leser unserer Seite. Wir versuchen auf Bankenvergleich.de die Entwicklungen und Ereignisse in der Finanzwelt sachlich und korrekt darzustellen. Das gleiche kann man von der von Ihnen zitierten Quelle leider nicht behaupten. Die DWN (Deutsche Wirtschaftsnachrichten) versuchen aus jeder noch so kleinen Meldung eine reißerische Schlagzeile zu machen. Leider geht dabei meist auch die Sachlichkeit verloren.

    Österreich ändert die Regelungen zur gesetzlichen Einlagensicherung, das ist richtig. Dabei geht es jedoch nicht mehr und nicht weniger um eine Umsetzung einer EU-Richtlinie nach der ab Juli 2015 alle Mitgliedsländer einen Einlagensicherungsfonds mit einem bereits vorab „gefüllten Topf“ für den Insolvenzfall bereit stellen müssen. Das ist in Deutschland schon lange der Fall! Banken müssen Gelder für den Einlagensicherungsfonds zurückstellen, damit das Geld im Ernstfall sofort verfügbar ist. In Österreich mussten die Banken bisher das Geld erst dann aufwenden, wenn eine Bank Pleite gegangen ist.

    An der gesetzlichen Sicherungsgrenze von 100.000 Euro ändert sich nichts. Doch die Verantwortlichkeit ändert sich: In Österreich waren bisher die Banken zur Aufbringung der ersten 50.000 Euro verantwortlich, die weiteren 50. – 100.000 Euro wurden durch den österreichischen Staat aufgebracht. Aus dieser Verantwortung zieht sich der Staat nun zurück, das ist richtig. Aber auch durch diesen Schritt wird die Einlagensicherung EU-weit lediglich weiter harmonisiert. Denn die gleiche Regelung haben wir so auch schon länger in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Hintergrund dieser Änderung ist, dass der Staat nicht weiter (wie es beim letzten Bankenbeben der Fall war) für die Fehler der Banken einspringen muss.

    Sie sehen also, an der Sicherungsgrenze von 100.000 Euro ändert sich nichts. Auch der gesetzliche Anspruch auf die Entschädigung bleibt erhalten. In Zukunft sollen lediglich die Sparer 1. schneller an ihre Einlagen kommen und 2. der Steuerzahler nicht erneut belastet werden.

    Viele Grüße,

    Mischa Berg

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